Donnerstag, 10.08.2017

Volvió a Casa

vor dem Haus

... home sweet home ...

Hallo an Alle, aus Deutschland! laughing

Seit fast zwei Wochen bin ich jetzt ja wieder da und wohlbehütet angekommen. Die ersten Tage konnte ich es garnicht fassen, dass alles hier so ist, wie es ist: die Menschen sind so groß und haben helle Haut; alle verstehen es, wenn ich deutsch rede. Die Geschäfte haben eine überwältigende Auswahl an allem und überall ist etwas... Häuser, Straßen, Menschen und Autos in Hülle und Fülle. Muss ich mich auch erstmal wieder dran gewöhnen, dass nicht überall eine nahezu endlos erscheinende Weite ist.

Aber wie es hier so aussieht kennt ihr ja. Jedoch noch nicht meinen recht umständlichen Weg hier her. Und das war so: Nachdem wir ein letztes mal zusammen in Sucre waren machten wir uns auf den Weg nach Santa Cruz. Den passenden Nachtbuss bevölkerte dann auch nicht nur das Team aus dem schönen Alcalá sondern auch gleich die Supachuy-Gang und ein paar der Sucre-Leute. Gemeinsam waren wir dann also unterwegs nach dort, wo alles begonnen hatte. Das Backpacker Hostel von HI "Jodanga" hatte und schon nach dem Hinflug alle beherbergt und nun sollten wir genau dort auch alle zusammen die letzten Nächte verbringen. Uns erwartete also ein erster Flashback, die neusten Infos über Boliviens Politik und Wirtschaft ein paar Infos über Deutschland und was uns so erwarten würde und, nicht zu vergessen, viel Zeit am Pool. Vorbereitend zum deutschen Sommer herrschen in Santa Cruz nämlich eigentlich immer sehr sommerliche Temperaturen. Auch wenn eigentlich gerade Winter sein soll.

Und schon schrieben wir das Datum unsres großen Tages. Den 27. Juli. Nachts um 01h wurden wir am Hostel eingesammelt und zum Flughafen gebracht. Von Santa Cruz, Bolivien über Lima, Peru und Sao Paulo, Brasilien nach Frankfurt. 20 Freiwillige ohne Schlaf aber dafür mit ca. 40kg Gepäck pro Nase traten den Rückweg an. Die Grundstimmung entsprach aber eher einer Horde Jugendlicher auf der ersten Klassenfahrt. cool

Klassenflug mit gratis Filmen

30 Stunden später waren wir da. Sozusagen. Die deutschen Heimkehrer haben sich nämlich, direkt bei der Ankunft, erstmal in Deutschland verlaufen. Und das noch im Flughafen! Statt durch die Passkontrolle (später stellte sich heraus, dass es dann auchnoch genz viele verscheidene davon gab) sind wir einfach den Schildern nach nahezu durch die erste Kontrolle auf dem Weg zum nächsten Flug gewesen... dabei waren wir doch endlich aus dem letzten Flieger raus. innocent Dann noch das ganze Gepäck abwarten und endlich waren wir wieder bei unseren Lieben, die uns sehnlichst erwarteten.kiss Doch ehe ich dann richtig begriffen hatte dass die Reise zuende ist fand ich mich bei meinem ersten, lang ersehten Kochkäseschnitzel wieder.

So lange drauf gewartet und dann stand es da...

Nun lebe ich noch bis Oktober im Abenteuer ohne Alltag und versuche mich einfach zurechtzufinden mit alledem, das mich hier so erwartet. Im Oktober geht es dann wieder aufs Neue los. Keine Sorge, nicht direkt wieder so weit. Zum Wintersemester 2017/2018 fange ich dann an in Köln zu studieren. Es erwartet mich der Studiengang VWL in sozialwissenschaftlicher Richtung. Das bedeutet Volkswirtschaftslehre in Kombination mit Soziologie und sozial Psychologie. Glücklicher Weise habe ich auch schon ein Wohnheimzimmer in das ich einziehen kann.

Schon ist ein ganzes Jahr vorbei und es beginnt das nächste große Kapitel. Das Studium.

Ich danke euch allen für euer Interesse, die stetige Begleitung und all die guten Wünsche und lieben Nachrichten! embarassed Ein ganz besonderen Dank auch an Alle, die durch ihre Spenden einen unterstützenden Beitrag für mich, mein Projekt und meine Organisation geleistet haben!

♥ ¡Muchas Gracias! ♥

Hinweis: Auch wenn ich nun erstmal nicht wieder im geliebten Bolivien bin könnt ihr mir noch bis November helfen diese Arbeit zu ermöglichen. Sobald ich kann werde ich vermutlich auch selbst wieder hinreisen, da mich all das, was ich erleben durfte, nie wieder loslasen wird und ich mein Herz nun auch an Bolivien verloren habe...

!Que se vaya muy bien a todos! (~Macht es gut!)

Bis ganz bald, nun auch wieder live und vor Ort wink

Eure Salome kiss

Sonntag, 23.07.2017

Affe, Alligator & Co.

Hallöchen ihr Lieben,embarassed

Ich melde mich schon wieder, dafür aber wirklich zum letzten Mal, aus Sucre. surprised Gestern haben wir Alcalá endgültig verlassen und heute Nacht fahren wir dann nach Santa Cruz -von wo aus wir fliegen. Der erste Schritt auf meiner ausgedehnten Heimreise ist also schon getan. Nun komme ich Deutschland nurnoch näher...

Bevor es jetzt aber an den Abschied von all meinen Mitfreiwilligen und diesem wunderschönen Land geht möchte ich euch noch von meinem letzten Urlaub erzählen:

Als ich mich das letzte Mal gemeldet habe war ich ja auf dem Weg von hier aus nach La Paz. Dort habe ich nach 329 endlosen und doch für mich so schnell vergangenen Tagen endlich Basti (meinen Freund) wiedergesehen! innocent Er kam direkt nach seinem Abiball her, damit er ein bisschen meine zweite Heimat kennenlernen und wir hier zusammen Urlaub machen konnten. Und das haben wir dann auch...

Romantisches Rumgegondel statt anstrengendem Rumgelaufe

Treffpunkt war also wie gesagt La Paz. Von dort aus sind wir (mit flugbedingter Verzögerung) in Boliviens Tiefland geflogen. Mit einer 20-Mann-Propellermaschine, in der wir zwar nicht aufrecht stehen aber zum Piloten nach vorne schauen konnten. Das war vielleicht ein abenteuerliches Gefühl... Die Maschine wirkte nämlich wie ein Spielzeug im Wind. tongue-out Angekommen in Rurrenabaque im Departmento »Beni« wurden wir direkt von einem Jeep abgeholt und starteten unsere 3T-Pampastour. Die Pampas sind ein riesiges tropisches Überschwemmungsgebiet mit einer beeindruckenden Vielzahl von tierischen Bewohnern.

Noch auf der Jeeptour haben wir ein Flussschwein, ein Faultier, einen Vogelstrauß und vieles mehr beobachten können. Auf dem Rückweg sogar noch ein Gürteltier, aber jetzt der Reihe nach. wink Der Jeep brachte uns an einen Fluss, (im Militätgebiet!?) an dem uns unser Guide und der Rest unserer Gruppe schon erwartete. Also mit allem Gepäck ab aufs Boot und los. Die mächten Srtecken sollten wir so gut wie ausschließlich auf diesem Boot zurücklegen. Und dann ging es erst so richtig los!

Der größte Nager der Welt

Noch bevor wir in unserer Unterkunft ankamen hatten wir ein paar Alligatoren an den Böschungen beobachten können, den gedammten Wegesrand säumsten Schildkröten und ihre Familien doch der Höhepunkt des Tages war eine Bande Äffchen... 🐊🐢🐒 Diese beoäugten uns erst ein Weilchen, ließen sich dann jedoch von ihrer Neugier übermannen und kamen an Board. Mit Früchten und Spielchen beschäftigt blieben wir eine gute Zeit bei unseren neuen Freunden und hatten sehr viel Spaß! Dann ging es in die Unterkunft mit einem letzten Zwischenstopp bei einem Schwarm Papageien. Abends waren wir dann den Sonnenuntergang und schlafende Alligatoren anschauen. Letztere findet man sehr schnell mit einer Taschenlampe, da beim schlafen ihre Augen von einer Membran geschützt werden, die violett reflektiert.

Caiman auf der Flucht Gefahr im Unterholz Ein Mitbewohner an unserer Unterkunft. Mal einer von der anderen Art.

Sonnenbaden bei Familie Turtuga

Erst war alles ruhig... ...unsere neuen Freunde packte die Neugier... ... und eh ich's mir versah... ...kamen die Affen... ...mit viel Mut und Hunger... ... an Bord und waren überall :D 

Am nächste Tag erwartete uns eine Wanderung durch beinahe kniehohes Wasser auf der Suche nach Anakondas. Allerdings begegeneten wir "nur" einem Caiman, der auf Fressen wartete. Da er nicht die geringste Angst vor uns zu haben schien erklärte unser Guide, dass er wo so etwa 3m lang sein müsste, somit größer als wir und mit uns fertig werden würde... surprised Als nächster Punkt war für den Nachmittag Piranhas angeln angesagt. Außer dem erfahrenen Guide, der übrigens Waldemar hieß, war keiner erfolgreich. Unser Erfolg bestand darin die Piranhad ordentlich zu füttern und ich habe sogar zwei mal einen bis über die Wasseroberfläche gezogen, aber dann hatten sie wohl keine Lust auf ein Ableben.... Verständlich...

Bevor es dann zurück nach Rurrenabaque ging bestsunten wir noch den Sonnenaufgang, eine Menge rosaner Flussdelfine, die dann um eine Boa kämpften und schwammen sogar ein bisschen bei ihnen rum. Dank der Delfine gibt es nämlich in diesem Gebiet weder Alligatoren, Caimane noch gefährliche Schlangen. Da sieht man wer der Boss ist... cool

Ein rosa Flussdelfin. In der Rolle des Badmeisters

die Badegäste


Über Rurrenabaque und La Paz ging es für uns weiter nach Uyuni, auf den diesmal trockenen Dalar und die Kaktus-Insel »Inka Wasi« (wad Haus des Inkas bedeutet). Es war wieder unendlich beeindruckend, wenn auch diesmal auf eine ganz andere Art! Das Salz war einfach eine schier endlose weiße Fläche!

In the middle of nowhere

Von dort dann weiter nach Sucre und Alcalá. Leider wsr es den ersten Tag nach den Ferien aber so kalt, dass sie spontan verlängert wurden... Basti hatte also Glück überhaupt ein bisschen Schule mitzubekommen und wir das Pech keinen Abschied von den Schülern zu haben.

Nätürlich haben wir auch fleißig Fotos gemacht, die kann ich euch aber gerade leider nicht hochladen. Die kommen dann aus Santa Cruz. Versprochen!

Insgesamt hatte ich also eine wunderschöne letzte Zeit, ein sehr sehr schönes erstes Wiedersehen und nun noch einen langen Weg vor mir. Am 28.07. bin ich dann schon wieder zurück...

Saludos aus dem guten alten Sucre

Eure Salomekiss

Sonntag, 02.07.2017

3, 2, Eine, Keiner

¡Hola juntos! laughing

Ich melde mich mal wieder aus Sucre, wo ich heute auf der Durchreise bin. Dem aktuellen Titel könnt ihr den Voluntario-Bestand des schönen Alcalás entnehmen. laughing Nachdem Julia vor zwei Wochen zum Reisen mit ihren Freunden den Weltenbummlern aufgebrochen ist wurden wir kontinuierlich weniger. Und das war dann so:

Als Freddi, Wenzel und ich (3) uns in Alcalá wieder zusammengefunden hatten durften wir erfahren, dass die Schulgemeinde in der kommenden Woche nur ca. zur Hälfte anwesend sein würde. Im 90min entfernten Dörfchen Tomina fanden nämlich die "Pluris 2017" statt. Hierbei handelt es sich um ein regionales Sportfest, dessen Vorrunde schon in Alcalá stattgefunden hatte. Weitergehen würde es dann für die jeweiligen Finalisten in Sucre, sozusagen landesweit.

Gepäcktransport alcaleño :D

Mit Sack und Pack -statt Isomatte und Schlafsack nimmt hier jedes Kind einfach eine Matratze und mindestens drei Wolldecken mit- machte sich also ein Grossteil der Schüler und einige der Lehrer auf den Weg. Bei der Gelegenheit wurden wir dann auch gefragt, ob wir nicht mitfahren oder sie wenigstens dort besuchen kommen wollen... Gesagt getan sind Freddi und ich (Wenzel konnte leider nicht mit, er hatte anderweitig zu tun.) am Mittwoch nach der Schule mit einigen anderen hinten auf einen Jeep geklettert und los.  Das mit der Schule stimmt allerdings nur bedinngt: an diesem Tag war nämlich der nationale Feiertag zum Andenneujahr und man hatte uns gesagt, dass kein Unterricht stattfinden würde. Also hatten wir einen recht entspannten Tag, bis der Don zu uns in die Küche kam und sich stark gewundert hat uns anzutreffen. Es war nämlich ausnahmsweise, und nur in Alcalá doch auch an diesem Tag normal Schule... Nur ohne uns. tongue-out 

In Tomina angekommen waren wir erstmal über die Grösse der Dorfes verwundert und haben uns promt auf dem Weg zum Schachwettbewerb leicht verlaufen. Endlich angekommen durften wir zwar nicht direkt mit rein aber haben die Schachkids Alcalás (trainiert von Wenzel und Freddi) und zwei Erfolge erleben dürfen. Danach ging es weiter mit Tänzen. Leider haben wir in beiden Disziplinen, sowie im Fussball, Fútsal und Herrenbasketball, dieses Jahr keine Finalisten gehabt. Abends ging es dann, wieder hinten auf einem Jeep, sehr luftig zurück nach Alcalá. 

Wer im Gegenzug sehr erfolgreich wurde waren die Basketballmädchen. Da Freddi ein letztes mal unsere Kollegen in Sopachuy besuchen wollte und Wenzel uns an eben diesem Sammstag verlassen hat, war ich alleine zum Finale erneut in Tomina. Morgens um 06h sind Wenzel, ich und der Sportlehrer mit seiner Frau, sowie die Directora und ihr Chef also gemeinsam mit der Flota gefahren. Und für alle ausser Wenzel war das Ziel Tomina. Die Aufregung war bei überall quasi spührbar und zwei Lehrerinnen hatten den Mädels und mir dann auch glatt eine Alcalá-Team-Einheitsfrisur verpasst. cool Leider war die Aufregung wohl zu hoch und wir wurden "nur" zweite... Aber einen schönen Pokal gabs dann trotzdem.

Team grün-schwarz... genau mein Ding

Zurück in Alcalá erwartete mich also erstmal ein wenig Alleinesein. Doch ab Abends waren dann Freddi und ich (2) noch übrig von unserer schönen 4er-Wg. Eine Woche lang zu zweit leben war auch mal eine sehr interessante Erfahrung! Ich denke in nahezu jeder anderen Situation wären abendliches gemeinsam Kochen und Essen etwas seltsam geworden. laughing Da die vergangene Woche Freddis letzte in Alcalá war, behinhaltete sie viele sehr emotionale Momente und die ersten endgültigen Abschiede. Nun bin ich mir sicher, dass in meiner letzten Woche viele Tränen fliessen werden. Ich frage mich wirklich, wie freddi es ohne eine einzige geschafft hat...

Gestern morgen ist er dann auch abgefahren und so war ich (Eine), zwar nur einen Tag, aber trotzdem das erste Mal im wissen, dass keine mehr kommen wird, alleine. So sehr ist es dann aber aucgh garnicht aufgefallen. Ich hatte mich nämlich erfolgreich darum gedrückt mit dem Aufräumen von Zelle 4 und dem Packen meines Reisegepäcks anzufangen. wink Also hatte ich so viel gestern noch zu tun, dass es mir dann doch garnichts ausgemacht hat.

Und so bin ich heute nach Sucre gekommen (Keiner mehr in Alcalá), um weiter nach La Paz zu fahren und morgen früh endlich endlich meinen Freund am Flughafen abzuholen! innocent Wie so oft in letzter Zeit könnten Aufregung und Vorfreude mal wieder kaum grösser sein. So nach 11 Monaten... ♥

Also beginnt heute meine vorerst letzte Reise durchs schöne Bolivien. Wie gewohnt folgt auch irgendwann ein Reisebericht und ein paar Fotos zum Neidischmachen. tongue-out Allerdings kann ich noch überhaupt nicht sagen wann, da sehr viel noch bis zu den Abschlusstagen und dann auch schon dem Rückflug ansteht.

Bis dahin gehabt euch wohl,

eure Salome kiss

P.S.: Dashier haben wir noch alle Vier in der Schule hinterlassen. In Zusammenarbeit mit der 6b und ihrer Lehrerin. Mittlerweile stehen auch unsere namen alle vier drunter... Die Botschaft bedeutet übrigens "Wenn auf deinem Teller mehr Farben sind, ist dein Essen gesünder".

Regenbogenfarbene Schulhofpädagogik... Abgesehen von der etwas unpassenden Hautfarbe des Kindes hätte man es wirklich schlechter treffen können, finde ich

Samstag, 17.06.2017

Zukunft in Aussicht

Hallöchen zusammen! embarassed

Auch wenn ich selbst sehr gespaltene Gefühle gerade über die mir verbleibende Zeit -beinahe hätte ich "die mir verbleibenden Tage" geschrieben... habe, möchte ich euch doch auch ein wenig daran teilhaben lassen. Eventuell begleitet ihr mich, von wo aus das auch sein mag, ja schon eine ganze Weile bei Alldem, was mir hier so widerfährt. Womöglich auch schon von Anfang an... laughing Ich finde es wirklich beeindruckend, was meine Besucherstatistik mir manches Mal schon so ausgespruckt hat.

Heute in 40 Tagen werde ich in den Flieger steigen, der mich zurück nach Deutschland bringt. (Okay, okay, ich werde wieder umsteigen müssen etc. Dennoch geht es in 40 Tagen los.) Viel ist passiert in der Zeit, die ich schon in Bolivien bin. Bei mir, bei euch, bei uns allen. Aber trotzdem kommt es mir noch überhaupt nicht so vor, als wäre ich schon über 10 Monate unterwegs. surprised Und 10 Monate, also über 300 Tage, sind eine gute Weile. Irgendwo rechts oben könnt ihr das beim Lesen ja aber auch akribisch genau nachschauen.

Vor einem Jahr um diese Zeit hatte ich mündliche Prüfungen und neben dem Abi viel Vorfreude und Vorbereitungen um die Ohren. Heute sitze ich hier und habe schon eine lange Abschieds-to-do-Liste... Noch viel erschreckender für mich ist es allerdings, dass die ersten Dinge auf derselbigen auch schon erledigt sind. Zum Beispiel haben wir als WG in der vergangenen Woche eine Abschiedsparty für die Lehrer geschmissen. wink Wir waren uns sofort einig, dass wir soetwas machen wollen. Die Lehrer der Escuela Central sind nämlich, neben unserer Hostelfamilie, wirklich die Menschen, die erst meine drei Mitbewohner und dann auch mich sofort aufgenommen und eingeführt haben. Ich muss sagen, dass ich niemals gedacht hätte, dass eine neue Generation Freiwilliger so schnell und herzlich integriert wird. (Und dabei sind wir schon die Neunte oder so! Ich hätte mit Sicherheit irgendwann einfach die Schnauze voll von diesen motivierten Weltverbesserern mit gebrochenem Grundspanisch.)

We are family... Einmal alle zusammen vorm Hostel

Es war mir eine riesen Erleichterung nicht für Akzeptanz arbeiten zu müssen sondern direkt eingebunden und unterstützt zu werden. Auch wenn natürlich keiner der Betroffenen dies lesen, geschweige denn verstehen, wird möchte ich hier ein riesiges Dankeschön unterbringen! ♥ Zu meinem doppelten Glück wurde ich ja auch von meiner "neuen" WG direkt super auf- und angenommen. Mein Dank geht also auch, oder sogar eher vor allem, an Julia, Freddi und Wenzel! Ich hätte es mir absolut nicht besser erträumen können. Höhen und Tiefen, Dick und Dünn und doch sind wir immernoch das Team. Außerdem an Dennis, der für immer zum "A-Team Alcalá" dazugehören wird und irgwie auch -auch wenn schon lange- einfach fehlt! 

Es ist so beeindruckend, wie sehr und wie schnell mir die Menschen hier ans Herz gewachsen sind. Ich hätte es nie für möglich gehalten und dachte vor diesem Jahr wirklich, dass die Mitbewohner (hier möchte ich nun ein letztes Mal erweitern: Danke auch an Hannah und Kalli, die eine Zeit lang Alcalá bereichert haben, und natürlich an Kati (meine one and only Isla-Schwester), mit der gemeinsam ich die gesammte Isla-Zeit gemeistert habe!) eine so große Rolle in diesem Jahr spielen. Jede Erfahrung mache ich für mich und doch zusammen mit den anderen. wink Es ist sogar schon so weit mit mir, dass ich mich zwar freue im Studium hoffentlich ein eigenes Zimmer zu haben, aber mir überhaupt nicht mehr vorstellen kann jeden Abend alleine einzuschlafen. Wie werde ich sie vermissen, die einzigartigen Hochbettgespräche mit Julia. Man sieht sich nicht und trotzdem ist man so nah beieinander, dass statt einer Antwort auch mal ein langes Atmen reicht. Vielleicht verstehen mich jetzt aber auch nur die Hochbetterfahrenen und Freiwilligern unter euch. Außerdem sind wir nach dem Leben in Zelle4 wohl für jedes Studizimmer, sei es noch so eigen, bestens geeignet... cool

Apropos Studium. Das steht dann nämlich an, wenn ich wieder da bin. Und aktuell ist Bewerbungsphase, also sehr viel zu tun. Für mich hier und auf der Jagd nach dem Internet tongue-out und für meine Familie zuhause, beim scannen mitorganisieren und verschicken. Ich frage mich dabei manchmal wirklich, wie ich das alleine schaffen sollte. Ganz wichtiger Tipp also für alle, die etwas Ähnliches vorhaben: sichert euch eine oder noch besser mehrere unterstützende Hände zuhause. Und sei es nur um etwas zu googeln, da das Internet gerade zu wünschen übrig lässt. Man unterschätzt wirklich, wie viel so zu machen ist und was alles angefortert und angehängt werden muss.

So erwarte ich also voll Vorfreude und Schrecken den unweigerlich näherkommenden Rückflug... innocentcry

Viele Grüße aus boliviens Winter

Eure Salome kiss

 

Werbung: Julia hat jetzt auch einen Blog, Berichte aus ihrer Sicht findet ihr hier

abenteuerbolivia.blogspot.com

Montag, 05.06.2017

Bis ganz nach oben und darüber hinaus

Guten Morgen ihr Lieben! embarassed

Wieder hatte Alcalá also Besuch und wieder ist die Zeit unglaublich schnell verflogen. Es scheint eine ungeschriebene Regel zu sein, dass die Anwesenheit anderer noch ein Wenig mehr an der Uhr dreht. Jetzt möchte ich euch aber von einem sehr an den Kräften zehrenden und sich unglaublich lohnenden Ausflug erzählen:

Nachdem wir Julias Gästen weitesgehend Alcalá, unsere Arbeit und die Umgebung gezeigt hatten haben wir uns dazu entschieden ihnen auch die Draufsicht zu ermöglichen. Im Dezember hatten wir zu fünft mit Dennis schoneinmal die gleiche Idee, haben es allerdings vortagsbedingt nicht alle geschafft. Für Julia und mich und alle Besucher, auch zwei Voluntarios aus der Sucre WG wollten sich unser schönes Dorf nicht entgehen lassen, war es also eine ganz neue Herausforderung. Der Capira! surprised

Und so sieht er aus, der höchste Berg der Umgebung...

Am Vortag wurden, in einer super Arbeitsteilung, Pfannkuchen und geschmierte Brote ohne Ende produziert. Dazu einen Berg Bananen und so viel Wasser wie wir nur tragen konnten. Provianttechnisch und mental gut vorbereitet startete also, zur großen Belustigung der Dorfbewohner, eine achtköpfige Gringo-Wandergruppe voller Motivation in den Tag. cool Unser Weg führte uns über Straßen, Wiesen, Bäche und Grundstücke, über und unter Stacheldrahtzäunen und Mauern hindurch und letztendlich gradezu den, knapp 3000m hohen, Berg hinauf. Jede Etappe hatte also ihre eigenen Tücken und von Minute zu Minute brannte uns die Sonne erbarmungsloser auf die Köpfe. Hier ist zwar gerade Winter, allerdings hatten wir uns, wie sich am Vortag herausstellte, wärmsten Tag ausgesucht. Es wurden also doch noch fast 30°C und wie das Bild zeigt war kein einziges Wölkchen zu sehen. Doch mit Wegcoca und Traubenzucker konnte uns nichts mehr aufhalten. Die Gruppe teilte sich ein Bisschen nach Kondition und Höhenempfindlichkeit. Nach ca. 4,5 Stunden hatten wir dann aber doch alle die Bergspitze erreicht und uns oben erstmal die Bäuche vollgeschlagen. innocent Jeder Bissen vorher hatte nämlich den mühsamen Aufstieg weiter erschwert.

On the top

Unsere Belohnung war diese grandiose Aussicht! Und gewusst wo konnten wir sogar unser Zuhause erblicken. Da lag nun, 900 Höhenmeter unter uns, zwischen all den Bergen, die nun wie Hügel wirkten, klein und fein unser geliebtes Alcalá. embarassed Wie ihr auf meinem neuen Titelbild seht hatte ich sogar an meine Seifenblasen gedacht und nach leichten Auseinandersetzungen mit dem viel zu star erscheinenden Wind auch endlich den Dreh raus... Hoch über Allem, fertig mit den Kräften saßen wir eine Weile da und freuten uns an dem schwer verdienten Blick. wink Hier seht ihr mich und meine Mitbewohner. ♥ Man kann nun wohl sagen, dass wir uns mittlerweile sehr gut kennen- und lieben gelernt haben. Auch wenn es natürlich nicht immer nur leicht ist. Und leider ist dashier und auch schon eins unserer letzten Gruppenfotos.

Danke für Alles!

Doch viel zu schnell mussten wir uns auch wieder an den Abstieg denken. Da es hier ja keine Uhrumstellung gibt verschwindet die Sonne schon ca um 17 Uhr hinter den ersten Bergen und dann wird es im Handumdrehen stockdunkel und kalt. Wir mussten es also vorher wieder runter schaffen und das möglichst heile.

Der Abstieg beinhaltete vielerlei Tücken und steile Stücke obwohl wir extra einen anderen Weg wählten. Doch uns allen saß noch der lange Weg hinauf in den Knien und so wurde der Teil, bis wir wieder ebenen Boden unter den Füßen hatten sehr erschwerlich. Aber wir haben es geschafft und nach und nach trudelten wir wieder im Hostel ein. Schnell alle durch die Dusche schleusen und dann nurnoch an das bevorstehende Abendessen denken. tongue-out Soweit der Plan.

Leider hatte Wenzel unterwegs aber sein Handy verloren und trotz rellativ schnellen Bemerkens und mit Julias Hilfe nocheinmal den letzten Teil des Wegs ablaufen hatten sie es nicht gefunden. Es war aber inzwischen auch schon dunkel geworden. Also haben wir es geortet und uns zu viert mit einem schnell organisierten Taxi nochmal auf den Weg gemacht. Mit Taschenlampen, Stirnlampen und ständigem Kontakt zu denen, die vom PC aus geholfen haben, sind wir also erneut gelaufen. Aufteteilt und vom Taxi zurückgelassen haben Wenzel und Julias Freundin es dann doch tatsächlich gefunden. laughing Nachdem wir uns dann wieder vereint und auf den Rückweg gemacht hatten, mit dem Schicksal abgefunden noch ein mal einen recht langen Rückweg zu haben, kam glücklicherweise ein Auto. Zwischen Brennholz, Autoreifen und mehreren anderen Mitfahrenden gab es noch ein kleines Fleckchen Ladefläche für uns und mehr oder weniger feierlich fuhren wir wieder in Alcalá ein.

Ihr könnt euch vielleicht, vielleicht aber auch gerade nicht, vorstellen, wie sehr man sich nach so einem Tag freut etwas zu essen und dann nurnoch ins Bett zu fallen.

Bis bald!

Eure Salome kiss

P.S.: Ich konnte es mir nicht verkneifen auch hier wieder mein typisches Bild zu machen. Wenn auch dieses das mit Abstand wackeligste war...

  Auf einem mas o menos befestigten Steinhaufen auf der Spitze des Capiras... Tadaaa

Montag, 29.05.2017

Was seitdem geschah...

¡Hola queridos! smile

Seit ich mich das letzte Mal gemeldet habe ist wieder viel passiert. Allgemein kann ich jetzt naemlich sagen, dass wir viel mehr Kontakt mit Einheimischen und dadurch Freunde haben. Zum Beispiel wurde ich von der Sekretaerin unsere Schule zu einer Feier in ihrem Campo-Hof eingeladen: der erste Geburtstag ihrer Tochter und gleicheitig der bolivianische Muttertag (27.5.).

Sonntags waren wir wieder reiten und zufaellig haben Julia und ich bei einer Erkundungstour genau das Dorf und das Haus der guten Frau gefunden. tongue-out Dort waren alle total erfreut ueber unseren spontanen Besuch und haben uns nicht nur zu ihren Kuehen mitgenommen, sondern wir durften auch beim Melken helfen und die frische Milch probieren, Kaelbchen im Zaun halten und die Fische fuettern. Daraufhin wurden wir zu selbstgemachtern Kaese mit Kartoffeln, Kuerbissuppe und Chicha eingeladen. Ich werde die bolivianische Art der Gastfreundshaf mit Sicherheit vermissen! Mit unserer ehemalige Koechin haben Julia und ich uns auch ein Mal veraredet gehabt und daraufhin einen Nachmittag Buñuelos und Tojori gemacht. Beides sind super leckere bolivianische Spezialitaeten. Erinnert an Schmalzgebaeck mit einem heissen Maisgetraenk a la Smoothie mit Stuecken... schwer zu beschreiben. innocent

In der folgenden Woche habe ich mehrfach in der Schulkueche geholfen. Direkt in Alcalá habe ich mich ein wenig darin geuebt Kartoffeln im freien Flug und mit einem mir zu grossem Messer zu schneiden. Die beiden Koechinnen und alle vorbeikommenden Lehrern haben sich sehr darueber amuesiert und ich habe viel von den deutschen Kochgewohnheiten und Kuechen erzaehlt und mir in die Finger geschnitten. Das Beides hat sich an einem anderen Tag und beim Kleinschneiden der schon geschaelten Kartoffeln dann noch verstaerkt... laughing  Als ich auch in Garzas meine Hilfe in der Kueche angeboten habe konnte ich meine neuerlernten Faehigkeiten direkt unter Beweis stellen. Dorthin hat auch Julia mich mittlerweile mal begleitet und wir hatten zusammen mit den Kids viiiiiel Spass. wink

Ausserdem waren Julia und ich -mit der wahrscheinlich sinnlosesten und undurchdachtesten Anreise der Geschichte von Alcalás Freiwilligen- im recht nahe gelegenen El Villar. Frueher gab es auch hier Freiwillige und prompt wurden wir als solche erkannt, eingeladen und ein Bisschen herumgefuehrt. Abgesehen von einer sehr sehr chaotischen und kalten Nacht hatten wir also eine recht gute Erfahrung. Waehrend wir weg waren haben die Jungs sich an unserem Grossprojekt der Raumverschoenerung ausgetobt. Unsere eigene Kueche ist nun strahlend weiss und mittlerweile sogar ein zweites Mal gestrichen und der Spielesalon fuer die Kinder lebt unter den vielen Gestaltungsideen und der fortschreitendfen Umsetzung richtig auf. cool

Am 25.5. hatte dann auch noch unser Departemento Chuquisaca einen hohen Geurtstag. Wie am Día del Mar sind wir also wieder mit den Kindern und Lehrern der Grundschule ueber die Plaza marschiert (auch alle Aussenschulen waren anwesend) und diesesmal anschliessend nach Sucre, Boliviens und Chuquisacas Hauptstadt gefahren.

Dort gab es ein grosses Wiedersehen zwischen Julia und ihren besten Freunden, die gerade eine Weltreise machen und aktuell einen Zwischenstop in Lateinamerika, Bolivien, Alcalá einlegen. wink Wichtiger Ort, den man unbedingt gesehen haben muss!

Bei naechster Gelegenheit gibt es dann auch massig Fotos zu allem. smile

embarassed Muchos Saludos y un gran abrazo

Eure Salome kiss

 

 

Samstag, 06.05.2017

In einer anderen Welt

Hallo ihr Lieben, smile

heute berichte ich euch, was ich am Donnerstag erlebt habe.

Um mal ein paar neue Eindrücke zu sammeln und alles kennenzulernen bin ich mit Julia in ihre Außenschule (Mulacancha) gelaufen. Da ich in meinem Unterricht immer alles mit Bildchen mache wollte Julia dann zum wiederholen auch, dass ich bei ihnen an die Tafel zeichne. Die Kinder kannten mich ja nicht, also haben wir dann auch direkt "My name is..." und "What's your name?" wiederholt. In der darauffolgenden Pause haben wir an die Kinder Äpfel verteilt und mit ihnen Fußball gespielt. Beim Fußballspielen habe ich immernoch das Gefühl, dass ich die Höhe merken würde. Wahrscheinlich bin ich aber auch einfach nur unsportlicher geworden. Bis zum Mittagessen auch noch die Tiere erneuern und als Figuren kneten und schon war der Schultag rum. laughing

  Hier seht ihr mich und meinen tollen Kroschkönig Schneejulia und die 7 Zwerge mit Äpfeln

Nach der Schule haben wir ein Mädchen mit nach Hause begleitet, da Julia ihr dies in der vorigen Woche versprechen musste und vorallem auch die Mutter sich immer riesig freut besucht zu werden. Es war wirklich unglaublich beeindruckend mal so einen Einblick in das Leben der Menschen auf dem Campo zu bekommen. Im ersten Moment wirkt es nicht so sehr erstaunlich, als ich mir dann jedoch bewusst geworden bin wo ich da gerade bin und welche Umstände so ein Leben mit sich bringt wurde ich sehr nachdenklich. Das Familiengrundstück besteht aus einem kleinen Hof mit zwei Gebäuden. Das eine besteht aus nur einem Zimmer, welches als Lagerraum, Kleiderkammer und Schlafplatz dient. Das andere Gebaüde beinhaltet den Küchenraum mit eigenem Eingang, einen Vorraum und einen weiteren Schlafplatz. Es gibt weder Türen noch Fensterscheiben noch ein Badezimmer. Alles Wasser (Auch für den Bedarf in der Küche) kommt aus einem einzigen kleinen Wasserhahn im Hof. Des Weiteren hat die Familie direkt ein riesiges Maisfeld und einen sehr hübschen Gemüsegarten.

Als wir ankamen haben wir direkt eine Kleinigkeit zu Essen bekommen. Frische Bienenwaben zum Honigessen und ein traditionelles Maisgericht mit Schweinekopffleisch in der Mitte. Die Mutter des Mädchens hat uns gezeigt, woran sie gerade arbeitet (Handarbeit, die sie macht, während sie die Kühe hütet) und wie das funktioniert. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten haben sind wir in die Küche gegangen und haben gemeinsam gekocht. Auf einer Feuerstelle. Julia und ich wollten helfen und haben angeboten mit Kartoffeln zu schälen. Jede eine und dann hat der Hausherr wieder übernommen, da es gerade nur ein Messer gab und er ca 20faches Tempo hatte. Beim Rühren und ähnlichen Aufgaben waren wir also besser eingesetzt. wink

Häkeln

Naschen/ Probieren Und Kochen

Nach unserem sehr eindrucksvollen Besuch sind Wir zu dritt nach Alcalá gelaufen, da die Mutter auf einen Elternabend musste. Ältere Kinder können nämlich das Collegio in Alcalá besuchen und in der Zeit dann auch dort auf dem Schulgelände in einer Art Internat wohnen. Heute bin ich mit Julia in Sucre und wir bringen ein paar Dinge, die die Familie benötigt und neue Wolle mit. Die Mutter hat sofort angeboten auch für uns etwas zu machen.

Allgemein muss ich noch sagen, dass ich selten so herzliche, offene und gutmütige Menschen kennengelernt. Auch dass sie so "wenig haben" und "viel geben" fand ich sehr beeindruckend. Ich bin wirklich froh, dass ich Julia genau an dem Tag begleitet habe und hier die Möglichkeiten habe solche Begegnungen zu machen! innocent

Die Familie vor ihrem Maisfeld

Hasta luego y muchos Saludos

kiss eure Salome

Dienstag, 25.04.2017

Ereignisreiches Wochenende

Hola todos, smile

Heute melde ich mich wieder aus dem Internetcafé in Padilla, dem naechsten Bezugsort Alcalás. Da die Straße hierher zur Zeit komplett erneuert wird brauchen wir nurnoch unter einer Stunde fuer den Weg... Ich moechte euch teilhaben lassen an den Erlebnissen des letzten Wochenendes. Vorerst allerdings leider wieder ohne Bilder. undecided

Letzten Freitag wurde das neue Haus, welches unser Mentor auf sein Grundstueck gebaut hat, eingeweiht. Zu Ehren dieses Tages kamen viele Gaeste; Familie, Freunde, Lehrer und sogar der Chef von HI-Bolivia (Max Steiner). Außerdem hat unser Hostel als Ueberaschung ein wunderschoen gestaltetes Aushaengeschild und dadurch einen Namen bekommen. Ich wohne also nichtmehr einfach im HI-Hostel von Alcalá sondern nun im "Hostal Villa Alcalá". tongue-out

Die Enthüllung

Den ganzen Tag wurden Vorbereitungen getroffen und das große Festessen vorbereitet. Es gab verschiedene typisch bolivianische Gerichte: u. A. Chicharron (sozusagen reines Schweinefett fritiert), Choclo (ein großer weißer Mais) und Asado de Chancho (eine Art gegrilltes Schwein). Da wir natuerlich dann viel mehr Leut waren, als ein Haushalt Besteck besitzt und in Boilivien und so wurde alles mit den Haenden gegessen. Ich kam mir wirklich seltsam vor mit meinen hiesigen Chefs und Kollegen zusammen zu sitzen und alles mit den Heanden zu essen. Aber außer uns Deutschen hat das anscheinend niemanden gestoert. laughing

Am naechsten Tag war Wenzels Geburtstag und zu diesem Anlass kam eine andere Voluntaria ( Fuer alle aus der Naehe: aus Gronau cool ) zu Besuch. Am naechsten Abend kam dann sogar auch noch ihre Mitbewohnerin.

Als Teil des WG-Geburtstagsgeschenkes wollten wir einen großen Brunch machen und hatten sogar fuer die bolivianische Tortentunk-Tradition bei einer Lehrerin eine Torte bestellt. Wenzel und Freddi hatten allerdings nachts seeeehr lange durchgehalten und so wurde unser Plan zu einem Nachmittagsbrunch... Auch lustig. smile

Montags hatten sich dann ein paar Lehrerinnen angekuendigt und irendetwas mit Essengesagt. tatsaechlich kamen sie dann mit "Picante de Pollo" ( einem typischen Boligericht: Huehnchen und Scharf), Chicha (Einem typischen Maisgetraenk) und einer Torte vorbei. Also haben wir auch Montag nocheinmal eine Geburtstagsparty mit allem drum und dran gehabt.

 Die WG-Torte LEhrerparty im Hof bei der Voluntarioküche

Hasta luego y un gran abrazo

Salome kiss

Sonntag, 16.04.2017

La Pascua

Hallo meine Lieben, embarassed

wie ihr wisst hatte ich ja meine familie zu Besuch. nach der gemeinsamen Zeit in Alcalá sind wir noch eine Woche zusammen gereist: La Paz, Copacabana und geplant war einmal über die Isla del Sol zu wandern. Letzteres ließ sich leider nur bedingt umsetzen, da die noerdliche und die mittlere Gemeinde der Insel zum Zeitpunkt unseres Besuches in einem unerklaerlichen Kleinkrieg standen... sealed Also haben wir eine Tagestour über die Schwesterinsel (Isla de la Luna) und den südlichen Teil der Isla del Sol gemacht.

In La Paz haben wir uns vielmit meinem dortigen Mentor unterhalten. Unter anderem auch über das anstehende Osterfest und den bolivianischen Umgang mit dem Selbigen. Er erzählte mir, dass seit der Staerkund des indigenen Bevoelkerungsteils Die Christlichen Feste in ihrer, von der Regierung anerkannten, Bedeutung stark geschwächt wurden. Es werden keine riesigen Zeremonien (Umzüge mit saemtlichen Regierungsmitglirdern o.ae.) mehr veranstaltet und die berühmte "Semana Santa" (heilige Woche) wurde maximal zusammengekuerzt...

Ueber das Osterwochenende waren alle meine Mitbewohner verreist und so habe ich mich einfach im Dorf partizipiert: laughing

Karfreitag wurden auf ein mal ueberall in Alcala "Palmtore" aufgebaut und mit Blumen geschmueckt. Nachdem ich mich hierbei beteiligt hatte wurde ich mit in die Kirche genommen. Waehrend der Gottesdienstes sind wir den Kreuzweg Jesu abgeschritten. Allerdings in deinem großen Kreis komplett durchs Dorf und in "Begleitung" eines getragenen Kreuzes, jesus und der in schwarz gehuellten Maria. Eine wirklich einmalige Erfahrung!

Samstag Abend gab es dann am Platz ein großes Feuer, an welchem die Ostertkerze entzuendet wurde. In der kirche dann daran unsere mitgebrachten kerzen. Dabei bin ich mal wieder stark aufgefallen, da ich Wenzels Weihnachtsgeschenk an Julia und mich mitgebracht hatte: eine gelbe Stumpenkerze. tongue-out

Die Osternacht habe ich zwar bewusst verschlafen aber fuer den 10h Gottesdienst war ich dann wieder zu haben. Anschließend und den gesammten restlichen Tag gab es auf der Plaza eine riesige Tafel und viele verschiedene Moeglichkeiten sich etwas zu essen zu besorgen. Diese habe ich natuerlich auch genutzt... Keine Ahnung was es war, aber es war lecker. wink Allerdings kann ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass Kuerbis drin war. Ostern liegt hier ja im Herbst.

Waehrend der gottesdienste sind mir zwei Dinge aufgefallen. Erstens wurden wir jedes mal durch einen Plastikrosenzweig mit Weihwassert bespraenkelt und uns dadurch unsere Suenden vergeben. Zweitens endet das Vaterunsel hier in Bolivien, geschichtsbedingt, auf "...libra nos el mar." was bedeutet, dass Gott ihnen das Meer zurueck geben soll. Naja.

Ich hoffe auch ihr hattet alle eine schoene, und evtl etwas normalere, Osterzeit!

Viele liebe Grueße, ich melde mich bald wieder

kiss Eure Salome

 P.S. Ich sitze gerade in einem bolivianischen Internetcafe mit bolivianischer Tastatur und ohne USB. Verzeiht also das bilderlose umschreiben von Umlauten etc. ... cool

Sonntag, 09.04.2017

Bildprojekt, Tortetunken und Umarmungsschlange

Hallo meine Lieben, smile

wieder kann ich euch von Besuch erzählen. Wieder gab es allerdings auch Unwetter, Planänderungen und viel Verspätung. Letztendlich standen dann aber doch Mama, Papa und Zachi in Alcalá! Also konnte ich meinen Geburtstag mit meiner Familie und meiner Voluntariafamilie feiern. embarassed Aber von vorne...

Am Wochenende war ich mit Wenzel und Julia in Sucre. Gleichzeitig ist Freddi endlich wieder nach Hause gekommen. Bisschen blödes Timing aber so ist das nunmal. Sonntag morgens kam dann der Flieger aus Deutschland aber durch Unwetter konnten sie erst Abends nach Sucre weiterreisen. Und zwar leider so spät, dass wir schon wieder mit der letzten Flota unterwegs waren. In Alcalá hatte ich also eine Familie Sonntags wieder vollständig und die nächste am Tag drauf. cool Da ich mir meinen Lieblingskuchen, wie jedes Jahr, zum Geburtstag gewünscht hatte waren auch alle "deutschen" Zutaten eingeflogen worden. So konnten Mama und ich am Vorabend noch einen Smartiekuchen backen.

Mein Geburtstag selbst startete dann doch aber etwas ungewöhnlicher. Und zwar war ja Dienstag: Außenschule... Ab nach Garzas. Info: Mama hatte mit ihren Schülern das Thema "Kinderrechte" behandelt und ein Beispiel war Bolivien. Daraufhin hatte einer ihrer Schülerd die sehr schöne Idee einer Art Bilderfreundschaft. Also sowas wie einen gemalten Briefaustausch. In der vorherigen Woche hatte ich das mit den Garzas-Kids besprochen und vorbereitet und als die deutschen Bilder dann da waren wurde erklärt, erzählt und getauscht.

Unsere Austauschbilder

Zurück in Alcalá stand dann jedoch der Salón de Juegos schon fast wieder an. Also waren wir mit den Vorbereitungen des anschließenden Grillens erstmal beschäftigt. Außerdem waren nur sehr wenige Kinder da und wir zu siebt. Eine kleine Gitarreneinlage und eine Runde Seifenblasen, dann gings ans feiern. Typisch deutscher Smartiekuchen, typisch bolivianisches Tortentunken. Was wir nicht bedacht hatten, war die Schokokouvertüre, mit der wir den Kuchen versehen hatten. Für meine Nase nicht ganz so angenehm. tongue-out Geschenkeauspacken und dann Festessen. Danke an Alle! ♥

vorher... Happy fehlt natürlich nie :)Meine Mittwochsklasse hatte irgendwann herausgefunden, wann ich Geburtstag habe. Daraufhin wurde für den 5.4. eine Art Klassenfest geplant. innocent Zur Vorbereitung haben Mama und ich mit zwei Lehrerinnen -ok, viel mehr zwei Lehrerinnen mit unserer Hilfe- Buñuelos in der Schulküche gemacht. Das sind so Teigkreise aus Hefeteig, die, typisch bolivianisch, gut fritiert und mit Honig gegessen werden. Unsere Fledermäuse konnte man im Nachhinein dann doch recht gut von den kreisrunden Exemplaren der Geübteren unterscheiden. wink Julia und Wenzel wuren im Vorbeigehen noch eingeladen und wer sonst so vorbeigekommen ist. Dann haben wir nach dem gemeinsamen Mittagessen, einem Ständchen für mich und eine Umarmung mit Glückwünschen von jedem Kind später unsere Werke vertilgt. War wirklich lecker! In der Pause habe ich wieder ein paar Kids auf dem Schulhof mit Seifenblasen beglückt und am nächsten Tag für den Salón a lá Kinderageburtstag Kuchen gebacken.

Jetzt bin ich also auch im schönen Bolivien ein Jahr älter geworden...

Hasta la proxima vez

kiss Salome

 

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